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Einleitung

Beweggründe

Die Gemeinde Bunde verfolgt bereits seit einigen Jahren das Ziel ein Familienzentrum im Ortskern von Bunde zu errichten. Ausgangssituation zu den Überlegungen sind die gesellschaftlichen Veränderungen, die sich auf alle Generationen gleichermaßen auswirken.

 

Der demografische Wandel wird in den kommenden Jahrzehnten Deutschland tiefgreifend verändern. Insbesondere im ländlichen Raum werden diese Veränderungen große Herausforderungen für das Gemeinwesen, die Lebensqualität im Sozialraum und die an die Bedürfnisse der Bevölkerung angepassten kommunalen Angebote stellen.

 

In der Diskussion um die Anforderungen an ein Familienzentrum steht auch die Integration bzw. Anbindung einer Kindertagesstätte an die Räumlichkeiten des Zentrums. Die Baumaßnahmen zum neuen Kindergarten sollen 2021 beginnen.

 

Familienzentren haben sich seit Anfang der 2000er Jahre häufig auf der Grundlage von Kindertagesstätten gegründet. Zusätzlich zum Regelangebot einer KiTa und/oder Kinderkrippe, bieten Familienzentren ein vernetztes Service-Angebot für Familien mit verlässlichen Betreuungs- und Bildungsangeboten, erweitert um psychosoziale Beratungsangebote.

 

Das Jugendbüro der Gemeinde Bunde arbeitet seit 2007 als Einrichtung der Kinder- Jugend- und Familienförderung. Die Schwerpunkte der Arbeit in den Bereichen:

 

·         Kulturförderung

·         Beratung

·         Prävention

·         Netzwerkarbeit

 

sollen als Grundlage für die Angebote im Familienzentrum dienen. Ergänzt durch die Erweiterung des inhaltlichen Programms mit Ausrichtung auf generationsübergreifende und Integrationsfördernde Maßnahmen.

 

 

 

Die Leistungsbereiche und organisatorischen Voraussetzungen des Familienzentrums

 

·         Bereithalten von Beratungs- und Unterstützungsangeboten

·         Förderung von Familienbildung

·         Begegnungsstätte und Kultureinrichtung

·         Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie

·         Ausrichtung des Angebotes am Sozialraum

·         Aufbau und Pflege einer verbindlichen Zusammenarbeit mit Einrichtungen und Diensten, deren Tätigkeit den Aufgabenbereich des Familienzentrums berührt

·         Bekanntmachung des Angebots durch zielgruppenorientierte Kommunikation

·         Sicherung der Qualität des Angebotes durch Leistungsentwicklung und Selbstevaluation.

 

Im Folgenden werden die Möglichkeiten für die inhaltlichen Angebote näher erläutert.

 

Organisationsstruktur

 

Das Familienzentrum Bunde soll auf vier Säulen aufgebaut werden, die sich gegenseitig ergänzen und befruchten. Als Lenkungs- bzw. Leitungseinheit dient dabei das seit 2007 vor Ort befindliche Jugendbüro Bunde mit drei sozialpädagogischen Fachkräften.

 

 

Säule 1: Professionelle Angebote und Projekte der im Familienzentrum verankerten Einrichtungen.

·         Beratungsangebot für Kinder- Jugendliche und Familien durch das Jugendbüro

·         Kinderbetreuung durch KiTa Bunde

·         Beratungsangebot durch den Familienstützpunkt vom Landkreis Leer

·         Kultur- und Medienprojekte durch das Jugendbüro

·         Spezielle Angebote für Jugendliche (Begegnungsräume) 

·         Kreativ- und Medienangebote durch die Malschule und das Jugendbüro Bunde

·         Beratungs- u. Begegnungsangebote für Flüchtlinge durch Integrationsmitarbeiter der Gemeinde Bunde

·         Beratungsangebote durch den Landkreis Leer und weitere Akteure

 

Säule 2: Angebote durch Kooperationspartner

·         Bildungsangebote für Erwachsene durch Angebote der VHS Leer (geplant)

·         Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche durch Grundschulen und Oberschule

·         Angebote für alle Altersgruppen durch Vereine

·         Angebote zum Abbau von Diskriminierung durch Verein für Körperbehinderte

·         Sprachkurse durch Mitarbeiter der VHS und/oder Integrationslotsen (geplant)

·         Kochkurse für alle Altersgruppen durch Landfrauen o.a. (geplant)

·         Yoga, Tai-Chi oder Bewegungsangebote durch Vereine

 

Säule 3: Angebote durch ehrenamtliche Bürgerinnen und Bürger (Gastgeberprinzip)

·         z.b. Fahrradwerkstatt

·         Bastel- und Handarbeitsangebote

·         Musikangebote

·         Gesprächskreise

·         Selbsthilfegruppen u.v.m.

 

Säule 4: Nutzung der Räumlichkeiten durch Vereine und Bürgerinnen und Bürger für nicht öffentliche Angebote.

·         Räume für Versammlungen, Fortbildungen etc. (Keine Nutzung für private Feiern etc.)

 

Nutzungskonzept des Familienzentrums

 

Das Konzept sieht vor, dass das Familienzentrum bestehende Angebote der Gemeinde unter einem Dach bündelt, vernetzt und ggf. neue (fehlende) Angebote identifiziert und neu installiert. Das Familienzentrum Bunde stellt Räumlichkeiten, Infrastruktur, Ressourcen sowie Knowhow sowohl für Vereine, Institutionen und Organisationen, die im sozialen Bereich tätig sind, als auch für Bürger/innen aus der Gemeinde Bunde zur Verfügung.

Das Familienzentrum soll als erste Anlaufstelle für familienorientierte Fragestellungen und Angebote etabliert werden. Hier können Vereine, Organisationen, ehrenamtliche Bürger/innen etc. Angebote durchführen, Unterstützung bei der Entwicklung neuer Angebote erhalten und sich mit anderen Engagierten und Aktiven austauschen. Bürger/innen können Informationen über bestehende Angebote und Möglichkeiten erhalten, sich zum Austausch mit anderen Bürger/innen treffen, gemeinsame Aktivitäten durchführen sowie Beratung und Unterstützung bei alltagsrelevanten Fragestellungen erhalten.

Die Aufgaben des Familienzentrums sind somit auf, im Folgenden beschriebenen, unterschiedlichen Ebenen definiert:

○ infrastrukturelle Ebene durch:

- Bereitstellung von Räumen, Infrastruktur und Ressourcen

- Vernetzung, z.B. auch durch Runde Tische, Workshops, aber auch mediale Angebote wie Internetseite, social network etc.

○ angebotsorientierte Ebene durch:

- Bedarfsorientierte Angebotsstruktur

- Vernetzung

- Entwicklung neuer Angebote

- Öffentlichkeitsarbeit

- Beratung von Ehrenamtlichen, Vereinen etc.

- Ggf. Akquise von finanziellen Mitteln/Projektmitteln

- Schulungen - Workshops

○ nutzerorientierte Ebene durch:

- Anlaufstelle

- Beratung

- Information

- Begegnung

- Begleitung

- Schulung

 

 

Handlungsbereich

 

Um der Vielfältigkeit sowohl der Zielgruppen als auch der Themen gerecht werden zu können, wurden im Konzeptionierungsprozess 4 Handlungsbereiche definiert, denen die Angebote des Familienzentrums schwerpunktmäßig zuzuordnen sein sollen.

Diese Handlungsbereiche sind:

 Betreuung

 Begegnung

 Beratung

 Bildung.

 

Die Definition der 4 Handlungsbereiche soll eine ganzheitliche Angebotsstruktur im Familienzentrum Bunde ermöglichen und gewährleisten.

 

Betreuung: Der Handlungsbereich Betreuung bezieht sich schwerpunktmäßig auf die Bereitstellung und Information zum Thema Kinderbetreuung. Hier ist vorgesehen, die Themen flexible Kinderbetreuung und Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu behandeln. Feste Kooperationen gibt es mit dem Ev.ref. Kindergarten Bunde der Betreuungsplätze im Bereich Krippe und Kindergarten vorhält. Hinzu kommen die in Trägerschaft der Gemeinde Bunde befindlichen Kindertagesstätten in den Ortschaften Dollart und Wymeer. Des Weiteren gibt es mit der Ferienbetreuung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit Bunde die Möglichkeit einer flexiblen Betreuung innerhalb der Ferien. Bzgl. der Information zum Thema Betreuung besteht außerdem eine enge Zusammenarbeit mit dem Landkreis Leer bei der Vermittlung von Tagesmüttern etc.

Eine Rolle spielt im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch die „alternde“ Bevölkerung. Daher wird auch das Thema Pflege in diesem Zusammenhang z.B. familienentlastende Dienste etc. behandelt werden. Neben fest installierten Angeboten soll es beispielsweise Informationsabende, Beratungsangebote, vielleicht eine Vermittlungsbörse etc. in Kooperation mit der Diakoniestation und dem Senioren- und Pflegestützpunkt des Landkreises Leer geben.

 

 

Begegnung: Das Handlungsfeld Begegnung soll zunächst einmal einen „Raum für Jung und Alt“, einen Ort für Jedermann bereitstellen, in dem sich unterschiedliche Begegnungen, Gespräche, Aktivitäten etc. entwickeln können. Das Familienzentrum Bunde stellt einen Treffpunkt für Menschen mit verschiedenen Lebenshintergründen oder aus unterschiedlichen Generationen etc. dar. Menschen erhalten hier die Möglichkeit sich kennen zu lernen, voneinander zu lernen, ggf. auch Vorurteile und Ängste abzubauen und einfach Zeit miteinander zu verbringen. Auch die Kleiderkammer „Kallimero“ dient in diesem Kontext als niederschwellige Anlaufstelle. Auch kulturelle und freizeitorientierte Angebote wie Lesungen, kleine Konzerte etc. sind hier möglich. Vom gemeinsamen Essen, Spielen, Reden, Zeit verbringen, über Erzählnachmittage, Tauschbörsen, Patennetzwerken etc. stellt dieser Handlungsbereich ein weites Feld für Kreativität und Aktivität dar.

In diesem Zusammenhang spielt der offene Bereich - das Café eine zentrale Rolle. Dieses wird zukünftig u.a. von Gastgeber/innen betreut, so dass regelmäßig eine Ansprechperson zur Verfügung steht.

Neben dem Café, dient auch der Freizeitbereich oder auch Jugendtreff als Ort der Begegnung. Ausgestattet mit Billiard, Kicker, Spielekonsole, TV, PC´s und klassischen Brettspielen bietet der Raum unterschiedliche Beschäftigungsmöglichkeiten. Direkt angeschlossen ist ein Musikraum mit verschiedenen Instrumenten zum gemeinsamen Musizieren.

 

Beratung: Im Handlungsfeld Beratung ist vorgesehen, dass örtliche Beratungseinrichtungen regelmäßige Sprechzeiten, Gesprächsrunden, Informationsveranstaltungen zu relevanten Themen in den Räumlichkeiten des Familienzentrums Bunde anbieten. Das Familienzentrum dient auch in diesem Zusammenhang als Anlaufstelle, in der die Bürger/innen eine kurze Erstberatung, aber vor allem auch Informationen zu Unterstützungsleistungen, Beratungseinrichtungen etc. erhalten können.

Die möglichen Themen sind vielfältig und bewegen sich von finanziellen Fragestellungen (Leistungen zur Teilhabe etc.) über soziale (Schulden, Sucht etc.) und emotionale (Trennung, Tod, psychische Erkrankung etc.) hin zu ganz alltagspraktischen wie Kinderbetreuung Berufsorientierung, Bewerbungstraining, Erziehungsfragen etc.

Neben Beratungseinheiten, -gesprächen spielen in diesem Zusammenhang ggf. auch Selbsthilfegruppen etc. eine wichtige Rolle.

 

Bildung: Das Handlungsfeld Bildung ist ebenfalls vielfältig und bewegt sich über alle Themen, Bereiche, Alters- und Zielgruppen hinweg. So können hier Angebote wie z.B. Hausaufgabenhilfe, Sprachkurse, Vorträge, Lesenachmittage, Lesungen, Themenabende, Workshops und Seminare angeboten werden. Die möglichen Kooperationspartner sind genauso vielfältig wie die potentiellen Nutzer/innen der Angebote. Auch hier ist der Kreativität keine Grenze gesetzt und die Räumlichkeiten des Familienzentrums mit Seminarräumen, Cafebereich, Freizeitbereich, Medienraum etc. bieten entsprechende Möglichkeiten.

 

 

 

Zielgruppe

 

Das Familienzentrum ist ein Ort in dem sich Alt und Jung treffen, einander helfen, ihre Erfahrungen und ihr Können einbringen. Als niedrigschwellige Anlaufstelle überträgt es das Prinzip der früheren Großfamilie in die moderne Gesellschaft. Es bietet Menschen unterschiedlichen Alters und verschiedener Herkunft die Möglichkeit, sich zu engagieren, voneinander zu lernen und Gemeinschaft zu erleben.

Der generationenübergreifende Ansatz ist dabei die Grundlage: Jüngere helfen Älteren und umgekehrt. Das Zusammenspiel der Generationen bewahrt Alltagskompetenzen sowie Erfahrungswissen, fördert die Integration und stärkt den Zusammenhalt zwischen den Menschen.

Durch aktivierende Bildungs-, Freizeit-und Serviceangebote, sowie (inter-)kulturelle Veranstaltungen und Projekte können alle Bürger selber tätig, beteiligt und gefördert werden.

Das Für-und Miteinander steht im Mittelpunkt aller Aktivitäten. Ob durch Gespräche, gemeinsames Essen, Kinderbetreuung oder weitere Initiativen und Ideen –immer steht der Solidaritätsgedanke im Vordergrund. Das Familienzentrum lebt von seiner Vielfalt und dem Miteinander.

 

Nutzungsbedingungen

 

Da es vielfältige Vorstellungen und Anfragen für die Nutzung der Räumlichkeiten gibt und das Familienzentrum vorwiegend den Auftrag der Vernetzung bestehender Angebote erfüllen soll, ist es sinnvoll dem Konzept ein transparentes System mit definierten Nutzungsbedingungen, Raumvergabekriterien etc. beizufügen.

Die Anbieter/innen und Nutzer/innen der Räumlichkeiten erklären sich mit den Nutzungsbedingungen und den damit verbundenen Regularien und Voraussetzungen einverstanden. Es besteht grundsätzlich kein Anspruch auf die Nutzung der Räumlichkeiten im Familienzentrum. Es gilt, dass satzungsgemäße gemeinnützig orientierte kostenfreie Beratungs-, Bildungs-, Begegnungs- und Betreuungsarbeit grundsätzlich bei der Vergabe der Raumnutzung bevorzugt berücksichtigt werden.

Die Nutzung der Räumlichkeiten für Angebote ist unter der Berücksichtigung folgender Nutzungsbedingungen möglich:

Die Raumnutzung wird grundsätzlich über die Leitung des Familienzentrums organisiert und verwaltet, diese bespricht und reflektiert die Angebotsstruktur sowie die Nutzungsvereinbarungen regelmäßig in Runden Tischen mit den Anbieter/innen sowie bei Bedarf verwaltungsintern und in den zuständigen Gremien.

Die Nutzung der Räumlichkeiten ist in einer Nutzungsvereinbarung geregelt, diese enthält einen Nutzungszeitraum, Nutzungsdauer, Inhalt des Angebotes, Zielgruppe, eigene Zielsetzungen, zu nutzende Räumlichkeiten und ggf. weitergehende Ausstattungsgegenstände. Der Nutzung der Räumlichkeiten liegt eine Hausordnung zu Grunde, diese ist Gegenstand des Nutzungskonzeptes und der Nutzungsvereinbarung.

Die Anbieter/innen und Nutzer/innen verpflichten sich die Räume in einem ordentlichen Zustand zu hinterlassen, Möbel und Ausstattung werden zur Verfügung gestellt, ein Anspruch auf vollständiges Büromaterial besteht nicht, dieses muss ggf. eigenständig mitgebracht bzw. aufgefüllt werden.

Eine Nutzungsgebühr fällt grundsätzlich bei gemeinnützigen Einrichtungen und kostenlosen gemeinwohlorientierten, offenen, begegnungsfördernden Angeboten nicht an. Alle anderen Angebote werden nachrangig berücksichtigt und mit einer Nutzungsgebühr belegt. Die Höhe ist in einem Entgeltleitfaden geregelt.

Die Nutzungsbedingungen sind in Form eines Handouts zusammengestellt und werden jeder/jedem Nutzer/in zur Verfügung gestellt. Die Unterlagen sind außerdem auf der Homepage des Familienzentrums Bunde als Download verfügbar und liegen im Eingangsbereich des Familienzentrums aus. In den Anhängen finden sich neben der Raumanfrage auch die Nutzungsvereinbarung, die Vorlage zur Erfassung von statistischen Daten, die zugrundeliegende Hausordnung sowie Formulare zur Aufnahme der Angebote auf der Homepage.

 

Personalstruktur

 

Um die Koordination der verschiedenen Angebote zu gewährleiten und zudem eigene Angebote für Kinder- und Jugendliche sowie Familien anbieten zu können, wird das Familienzentrum mit insgesamt drei festangestellten pädagogischen Fachkräften ausgestattet. Die wöchentliche Stundenzahl der MitarbeiterInnen beträgt aktuell 88 Stunden. Die verteilen sich auf eine Vollzeit- und zwei Teilzeitstellen.

Die Mitarbeiter sind aktuell für die Angebote des Jugendbüros Bunde sowie den Familienstützpunkt Bunde verplant. Durch die Ausweitung der Angebote auf die Koordination des Familienzentrums, wäre eine leichte Aufstockung der Stundenzahl auf 95 Stunden zu empfehlen. Für den Betrieb des offenen Cafébereichs, sowie zur Vorbereitung von Veranstaltungen wie z.B.: Frühstück, Cafénachmittage etc. wird eine Hauswirtschaftskraft mit einer flexiblen Arbeitszeit benötigt. Die Hausmeister- und Reinigungskräfte für die Instandhaltung bzw. Reinigung des Familienzentrums müssen in ausreichendem Maße bei der Personalplanung berücksichtigt werden. Für die Versorgung von Gästen bzw. Besuchern von Veranstaltungen (Konzerte, Lesungen, Kino, Vorträge etc.) mit Getränken (Softdrinks und bei Abendveranstaltungen Bier und Wein), soll eine Kooperation bzw. Auftragsvergabe mit dem Team der Dorfgemeinschaftsanlage angestrebt werden.

Zudem wird empfohlen eine Stelle des Bundesfreiwilligendienstes zu schaffen und ggf. zu beantragen.

Die Arbeit von freiwillig Aktiven ist ein wesentlicher Bestandteil des Erfolges von Familienzentren. Interessierte haben die Möglichkeit, auf Augenhöhe mit hauptamtlichen Mitarbeiterinnen des Familienzentrums zu arbeiten und Verantwortung für beispielsweise Kursangebote zu übernehmen. Dies ist nicht nur für das Bestehen des Familienzentrums wichtig, auch für die Vielfalt der Angebote und die Verzahnung des Hauses in der Gemeinde.

Für einige Kursangebote müssen auch externe Referenten bzw. Dozenten eingeplant werden. Diese werden zusätzliche Kosten verursachen, die im Jahresbudget eingeplant werden müssen.

 

 

 

Tagesstruktur

 

Das Jugendbüro als Lenkungseinheit für das Familienzentrum wird alle Angebote und Veranstaltungen innerhalb der Angebotsstruktur verwalten und ggf. öffentlich bewerben. Das Jugendbüro wird zudem selbstverständlich die bereits bestehenden Angebote der offen Kinder- Jugend- und Familienförderung aufrechterhalten und um einige Angebote speziell für Senioren ausweiten. Zu den Angeboten des Jugendbüros werden feste Beratungsangebote seitens des Landkreises Leer dazukommen, die zu festen Zeiten in festen Büroräumen verortet werden. Weitere Kurse, Vorträge, Gesprächskreise etc. werden durch Vereine, Verbände und Privatpersonen in den Tagesablauf des Familienzentrums eingebunden. Dazu sollen im Vorfeld mit entsprechenden Anbietern Kooperationen vereinbart werden, um eine möglichst breite Angebotspalette anbieten zu können. Wesentlicher Baustein soll der offene Treff im Cafebereich werden. Hier wird das „Gastgeberprinzip“ als Betriebskonzept priorisiert.

Neben einer angestellten Hauswirtschaftskraft sollen die Öffnungszeiten des Cafébereichs durch ehrenamtliche „Gastgeber“ aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen gewährleistet werden. Auch Mitarbeiter des Jugendbüros werden in den „Pool“ der Gastgeber eingeplant.

Generell sind die Öffnungszeiten des Familienzentrums flexibel. Die „festen“ Kernzeiten werden mit den Öffnungszeiten des Jugendbüros als Lenkungseinheit des Familienzentrums synchronisiert. Zusätzlich werden die einzelnen Veranstaltungen der externen Anbieter (je nach Zielgruppe) die Öffnungszeiten erweitern.

Das Jugendbüro wird täglich 5-7 Stunden als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

Im Wesentlichen wird sich, insbesondere im Bereich der Kursangebote und Kulturangebote, erst im Laufe des Betriebs eine verlässliche Kernzeit benennen lassen. Kulturangebote werden dabei aber grundsätzlich eher in den Abendstunden und/oder an den Wochenenden eingeplant. Die Beratungsangebote des Landkreises und vom Jugendbüro dagegen eher im Vormittagsbereich.

 

Publikation der Angebote im Familienzentrum

 

Die unterschiedlichen Angebote und Veranstaltungen im Familienzentrum werden durch das Leitungsteam erfasst und räumlich zugeordnet und terminiert. Mit externen Anbietern wird dazu ein „Vertrag“ in schriftlicher Form geschlossen, der u.a. die Anerkennung der Hausordnung und ggf. die Aufwandsentschädigung beinhaltet. Das Angebot wird auf der Homepage sowie über die sozialen Medien und bei regelmäßigen Angeboten, auch in der halbjährlichen gedruckten Fassung, beworben. Die Annahme von Anmeldungen kann sowohl über die FAZ-Leitung als auch über den Anbieter erfolgen. Für die Koordination der Angebote wird eine sogenannte Raumsoftware benötigt, die vor Inbetriebnahme angeschafft werden wird. Buchungen der einzelnen Angebote sollen auch online möglich sein. Sollte die Raumsoftware ein passendes Modul beinhalten, soll dieses dazu genutzt werden. Alternativ könnte das bereits genutzte Programm der Firma Nupian (Ferienprogramm) dazu genutzt werden. Als Onlinepräsenz soll eine eigenständige Homepage erstellt werden und die sozialen Netzwerke wie Facebook und Instagram genutzt werden.

 

Im Eingangsbereich des FAZ soll ein Bildschirm über die Tagesaktuellen Angebote informieren. Auch dazu soll möglichst die Raumsoftware genutzt werden. Einzelne Angebote werden auch über die regionale Presse beworben. Alle Anbieter, die offene Angebote im Familienzentrum anbieten, müssen sich mit den beschriebenen Werbemaßnahmen im Vorfeld schriftlich einverstanden erklären.

 

Werbemaßnahmen im Vorfeld

 

Das Familienzentrum befindet sich im Jahr 2020 und wohl auch in der ersten Jahreshälfte 2021 im Bau. Bereits ab 2019 hat das Jugendbüro mit einer Flyeraktion und der Erstellung einer Facebook und einer Instagram Seite auf die zukünftigen Angebote hingewiesen. Ab Mitte 2020 sollen die Werbemaßnahmen schrittweise intensiviert werden. Geplant sind dazu u.a. Infoabende für Vereine, BürgerInnen und Institutionen der Gemeinde Bunde und des Landkreises. Zudem sollen an den Schulen und Kindergärten entsprechende Infos an die Eltern und Kinder weitergegeben werden. Im Rahmen der Juleica-Ausbildung an der OBS Bunde, sollen zudem Jugendliche in den Prozess mit eingebunden werden. Weitere Flyer-, Plakat- und Aufkleber- Aktionen sollen auf die Eröffnung des Familienzentrums hinweisen.

Im Zuge der Werbemaßnahmen sollen speziell interessierte Gruppen und Einzelpersonen angesprochen werden, die zukünftig einzelne oder regelmäßige Angebote im Familienzentrum anbieten wollen. Bevorzugt sind dabei natürlich ehrenamtliche oder Vereinsangebote, die lediglich die Räumlichkeiten und Ausstattungsgegenstände des FAZ nutzen. Aber auch einzelne „kommerzielle Angebote“ sollen berücksichtigt werden. Zur Koordination und Verbreitung der Angebote soll das 2010 gegründete „Bündnis für Familie“ neu belebt werden. Dazu sollen Vertreter verschiedener Institutionen und engagierte BürgerInnen und Bürger in regelmäßigen Abständen zusammenkommen, um über die inhaltliche Gestaltung der Angebote im FAZ zu beraten.

Eine entsprechende Pressebegleitung über alle Schritte ist selbstverständlich eingeplant.

 

 

Akteure des Familienzentrums

 

Die Unterschiedlichkeit der Akteure und ihrer speziellen Kompetenzen soll zu einer bunten und abwechslungsreichen Mischung von Angeboten führen. ALLE Vereine und Interessensgruppen der Gemeinde sind aufgerufen einzelne Angebote im Familienzentrum anzubieten. Das schließt Selbsthilfegruppen ebenso ein wie Bewegungsangebote, Kreativangebote, Bildungsangebote etc. Auch Privatpersonen sollen motiviert werden ihre Kompetenzen in die Angebotsstruktur des Familienzentrums einzubringen. Die Akteure werden nach Erfassung des Angebotes in die Planung aufgenommen und erhalten für den gewählten Zeitpunkt eine entsprechende Zugangsberechtigung über eine Schlüsselkarte.

Liste potenzieller Anbieter im Familienzentrum Bunde (Stand 11/2020)

 

Jugendbüro Bunde – Koordination, Beratung, Jugendarbeit, Kulturangebote

Familienstützpunkt Bunde – Beratung, Vermittlung

Kallimero e.V. – Offene Kleiderkammer

Landkreis Leer – Beratungsangebote

Volkshochschule Leer/Bunde – Kursangebote

AWO Beratungs- und Therapiezentrum Leer – Beratung

Integrationsbeauftragte Bunde – Online Café, Migrationstreff

Mediothek Bunde – Lesungen

Malschule Bunde – Kreativangebote/Kurse

Deutsches Rotes Kreuz – Kurse/Erste Hilfe, Ferienangebote, Beratung

Open Dören e.V. Bunde – Gastgeber – offener Treff

EEB (Evang. Erwachsenenbildung) – Malibukurse (Eltern/Kind)

Neue Arbeit GmbH - Schuldnerberatung

 

Die Liste wird entsprechend durch Einzelangebote, Veranstaltungen und Vereinsangebote ergänzt.

Im Anhang die bereits erstellten „Formulare“

·         Arbeitsplatzbeschreibung Bundesfreiwilligendienst

·         Entgeldleitfaden für die Nutzung der Räumlichkeiten

·         Raumnutzungsanfrage

·         Nutzungsvereinbarung

·         Hausordnung

 

 

 

 

 

Jugendbüro Bunde - 04953-922140 o. 922090 | info@jugendbuero-bunde.de